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| Beamtenstadt |
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| Geschrieben von Andrea Jansen | ||||
| Dienstag, 20. Februar 2007 | ||||
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„Stadtpolizei Bäärn; Meier!“ brüllte die Gegensprechanlage. Somit war das eine Rätsel zwar gelöst, ein grösseres manifestierte sich jedoch sofort: „…äh…grüessech, um was geits de?“ Das Problem kam in Form eines Rechtshilfegesuches und wurde überbracht von einem rechtschaffenen Mann mit Schnauz und blauer Uniform, und seiner langhaarigen Kollegin, die mir noch schwach ein kaltes Händchen reichte und sich dann ob der Peinlichkeit der Situation im Treppenhaus verkroch. Ebendiese wird jetzt vom Schnauz erfolgreich ignoriert: „Ja, mir üs isch da es Rächtshiufegsuech zuecho, wo aaschinend a di auti Adrässe gschickt isch worde…Dir wohnet ja nüm dert?“ Nein. Ich wohne jetzt hier, deshalb haben sie ja auch an meiner Haustür geklingelt. Der Schnauz muss auf dem Polizeiposten einen Special-Effects-Ironiepanzer mitlaufen haben lassen – er ist komplett immun. „Äbä…“ er blättert in der vierfach kopierten und gestempelten Ausführung des problematischen Rechtshilfegesuches und fängt an, mich über meine Rechte aufzuklären, als es in meinem Kopf doch noch klingelt: Rechtshilfegesuch = Rechnung! Meinen glucksenden Lacher über die Erkenntnis, dass es wir hier über eine Rechnung reden, findet Schnauz gar nicht lustig, er hält sich nach Vorschrift weiterhin an seine angelernten Begrifflichkeiten: „We Dir das Rächtshiufegsuech nid zahlet, de müesse mer leider witeri Schritte iileite“, meint er mit bedeutungsschwangerer Stimme und seine Kollegin schleicht zwei Stufen tiefer. Amüsiert suche ich im Wohnungseingang und an mir selber nach Indikatoren für die von ihm angedeutete Insolvenz und kann mich nicht mehr zurückhalten: „Möchtet dr mir äch nächschts Mau nid eifach e Mahnig schicke?“, grinse ich. Der Schnauz und ich müssen zwei ganz verschiedene Menschen sein, denn auch jetzt noch erkennt er keinerlei Komik in der Situation (um es zusammenzufassen: zwei bewaffnete Polizisten klingeln um 9 Uhr Abends, um eine falsch adressierte Rechnung über 40 Franken vorbeizubringen). Schlussendlich einigen wir uns, dass er meinen Wunsch nach keinen weiteren Besuchen auf dem Posten „verbalisieren“ werde, im Gegenzug reicht er mir mit feierlicher Geste den Einzahlungsschein und drückt meine Hand. Gestern habe ich noch laut gelacht – heute frage ich mich, ob es eventuell auch eine etwas sinnvollere Beschäftigungstherapie für unsere Berner Stadtpolizisten gäbe. Vielleicht mal beim Bundeshaus aufräumen? Einen Kinderpornoring sprengen? Oder wenn’s ganz effizient sein soll: Märkli auf Rechtshilfegesuch-Mahnungen kleben? Zu Favoriten hinzufügen (249) | Aufgerufen: 5339
21-02-2007 12:17 hm... Du denkst wahrscheinlich zu weit... Der Beamte wollte dich wahrscheinlich nur näher kennenlernen... :) 21-02-2007 15:50 stapo bern irgendwie komisch...da i ir letschte ziit no so viu brutal komischi gschichtli vo üsere stapo ha ghört, u selber erlebt ha. i denke das ligt ar akute ungerbeschäftigung oder überbelegig. de chas ja ou passiere das bire kurde demo ir stadt 4 iisatzwäge vougstopft mit robocops nume druf warte das das kurde mami(66j.) faht afe schoufänschter iischlah oder d stadt azündet. i bi letscht wuche nebem bierhübeli kontrolliert worde. nachdem i mini kollegin nachem fürabe (3uhr) uf d schütz ha gschtellt, wo ihres outo parkiert isch gsi. die nette herre (4 stück, und eine derfo sicher dr herr meier;-)) si hei mis ganze outo dersuecht, mir mini jacke und mi pulli abgnoh, bi -5grad ussetemperatur! und mi ungfähr 10 minute so ufem trottoir lahstah. hei mi nach mim name nach mire adresse mim jahrgang, am geburtsdatum mvo mim vater gfragt, het mi scho ziemlich gstresst daher i mir geburis nid so cha merke...;-) nach dem ganze theater ha i die herre gfragt wiso sie grad mi kontrolliere, dahers doch uf dr schütz ir nacht doch sicher intressanteri mönsche git zum überprüefe, d antwort isch promt cho: \"herr winkuma, üs isch ufgfaue das bi euem outo dr recht siiteblinker fehlt, darum hei mir üs entschiide euch z kontrolliere!\" wes schüsch nüt schlimmers gitt!?! lg beat 22-02-2007 08:50 Geischterfahrer si im Fau legal ! Ja de lisi doch die amuesante Gschichtli und de fats i mir langsam afa ueberlege. "Was isch aech o mit de breitbeinige duerd Stadt loufende, Bruscht use streckende Polis passiert wo ues taeglech begaegne und ues vor boese Sache soette beschuetze?" Da warti dert bim Loebegge ufs Tram und ploetzlech e ohrebetoeibende Laerm. Es arasends Poli-Outo. Die 2 Ordnigsgiele im Outo wei grad naebem Loeb i die einti Strass ispure. Ig daenke mir nuet gross derbi bis ig gseh, dass das Gfaehrt ploetzlech wieder hingerzi fahrt.. häääää?? E ganz normali Fahruebig vilech, Ã la "wie chumi wieder hingerzi us der Tramspur use". Unbeirrt heisi d'Fahrt, dieses Mau rueckwaerts, witergsetzt. U de doch no. Oug in Oug am a-naehernde Bus gaegenueberstah.. das isch z'viu gsi für uesi Giele. Graaad hingerae und e Schwaenk gaeg links u de heisi doch no die richtigi Spur verwütsch. *Bravo! Sie leben hoch unssere Jungs!!!* Mis Tram isch de du glich fasch no schneller bim Zytglogge unger gsi.. komisch. Soett der Bund aech nid vilech Mau de Polizischte es paar GA's spaendiere. Waer vilech fasch gschider bi denae Fahrkuenscht. Kes Wunder si d'Passante ir Marktgass au ufd Site gsprunge. *Es rette sich wer kann.* Glich schoen dass se git! Merci fuer die Unterhaltig wo dir ues taeglech bietet bi eune Raeuber und Poli Spiel! Es Grüessli, Katja Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben. Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.2 |
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